Kassen gibt es jetzt schon seit langer Zeit. Nachdem der Amerikaner James Ritty die Kasse erfunden hat, sind die Entwicklungen von Kassen stetig mit dem Stand der Technik gewachsen. Gab es erst nur mechanische Registrierkassen, die manuell bedient wurden und an denen man zuerst die Preise mit Hilfe von Schiebereglern einstellte, um sie dann mittels Drehen der Kurbel in die Kasse einzubuchen. Dann sprang mit einem lauten Klingeln die Geldschublade auf und die Kasse erfüllte ihren eigentlichen Zweck, nämlich die Preise addieren und das Geld in der Schublade sicher vor Personaldiebstahl zu lagern oder andere Missgeschicke zu vermeiden.

Nach diesen, doch recht einfachen Modellen, die aber immerhin auch schon eine Arbeitserleichterung darstellten, wurden im letzten Jahrhundert erste elektronische Kassen entwickelt, die schon über ein Zahlenfeld verfügten und addieren und auch malnehmen konnten. Fortschrittlichere Modelle waren dann schon in der Lage, zwischen Warengruppen zu unterscheiden. Damit konnte ein Unternehmer dann die gemachten Geldeinnahmen bestimmten Warengruppen zuordnen und erste Statistiken erstellen, allerdings manuell, denn er erhielt beim Nullstellen der Kasse mittels Z-Schlüssel einen Bericht, der auf der Bonrolle ausgedruckt wurde.

Dann gab es Kassensysteme, die die Funktion boten, mehrere Artikel mit Preis zu speichern und über Nummerneingabe oder auch über fest programmierte, beschriftete Tasten zu buchen. Erst die Möglichkeit, diese Daten elektronisch zu speichern und dann per Modem oder Netzwerkkabel aus der Kasse zu übertragen hat komfortablere Auswertungen mit Hilfe eines zentralen PCs und Warenwirtschaftsprogrammen zu effektiven und aussagekräftigen Statistiken zu Tages-, Wochen-, Monatsumsatz, Umsatz pro Mitarbeiter und vor allem pro Artikel. Ein im Warenwirtschaftsprogramm festgelegter Mindestbestand konnte dann sogar dazu beitragen, Bestellvorschläge anhand der Umsatzdaten zu errechnen. Das ist eine nicht zu unterschätzende Hilfe für jeden Unternehmer, sei es im Einzelhandel oder auch in der Gastronomie, wo Waren auch verderben können, wenn sie zu lange lagern.

Die Kassen wurden immer weiter entwickelt, immer mehr Artikel konnten fest eingespeichert werden mit allen möglichen Artikelstammdaten, was auch den Druck auf dem Kassenbon immer detaillierter werden ließ. Eine moderne Kasse verfügt entweder über einen internen oder externen Drucker, der die Bons druckt, auch Quittungen oder richtiggehende Rechnungen sind möglich, je nach Art des angeschlossenen Druckers.

touch-screen-kassen

Kassen mit Touch Screen

Das Modernste jedoch, das heutige Kassensysteme zu bieten haben, ist ein Touch Screen, das heißt, ein Bildschirm, über den per Berührung die entsprechenden Arbeitsschritte getätigt werden können. Heutige Touch Screens bieten über die Kassensoftware die Möglichkeit, mehrere Ebenen von Bedienbildschirmen darstellen zu können, die jeweils nur die nötigen Bedienschritte für einen einzigen geplanten Vorgang zur Betätigung anzeigen. Grafische Tischpläne, die auf den brillanten Displays der Kasse angezeigt werden, machen es möglich, per Berührung einen Umsatz einem bestimmten Tisch und einem bestimmten Gast zuzuweisen. Mit solchen intuitiv zu bedienenden Kassensystem wird die tägliche Arbeit wesentlich effizienter und damit auch schneller.

Auch die Einarbeitung neuer Mitarbeiter ist bei den heutigen modernen Kassen mit Touch Screen sehr schnell und einfach zu erledigen. Das ist in Zeiten, wo immer mehr auf Halbtagskräfte oder Minijobber zurückgegriffen wird, die erfahrungsgemäß eine große Fluktuation haben, immer wichtiger geworden.

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